Welche Frist im Minijob gilt
Ein Minijob ist ein normales Arbeitsverhältnis, nur mit niedrigem Verdienst. Für die Kündigung gelten deshalb dieselben Regeln wie für jeden anderen Job: ohne andere Absprache vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende (§ 622 Abs. 1 BGB), in einer vereinbarten Probezeit zwei Wochen (§ 622 Abs. 3 BGB). Steht im Vertrag etwas anderes, gilt der Vertrag, solange er Sie nicht länger bindet als den Arbeitgeber.
| Zugang | Frist läuft ab | Ende |
|---|---|---|
| Do, 15.10.2026 | 12.11.2026 | 15.11.2026 |
| Fr, 30.10.2026 | 27.11.2026 | 30.11.2026 |
| Mo, 02.11.2026 | 30.11.2026 | 30.11.2026 |
| Mi, 18.11.2026 | 16.12.2026 | 31.12.2026 |
Schriftlich, auch beim Minijob
Auch einen Minijob kündigen Sie nur wirksam auf Papier mit eigenhändiger Unterschrift (§ 623 BGB). Eine Nachricht an den Chef per Messenger beendet das Arbeitsverhältnis nicht. Der Brief nennt das Beschäftigungsverhältnis ausdrücklich „geringfügig (Minijob)“, damit es keine Verwechslung mit einer Hauptbeschäftigung beim selben Arbeitgeber gibt.
Ein Beispiel
Erika Muster jobbt seit März 2025 auf Minijob-Basis. Sie übergibt die Kündigung am Donnerstag, 15. Oktober 2026. Im Brief steht:
hiermit kündige ich das mit Ihnen bestehende geringfügige Beschäftigungsverhältnis (Minijob) vom 01.03.2025 ordentlich und fristgerecht zum 15.11.2026, hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Urlaub und Zeugnis im Minijob
Auch Minijobber haben Anspruch auf bezahlten Urlaub. Was bis zum Ende nicht genommen werden kann, ist abzugelten (§ 7 Abs. 4 BUrlG). Ein Arbeitszeugnis steht Ihnen ebenso zu (§ 109 GewO). Beides können Sie im Brief ansprechen. Bei einem Minijob neben einer Hauptbeschäftigung oder im Studium entsteht durch die Kündigung meist keine Arbeitslosigkeit. Wer aber nur den Minijob hat und Leistungen bezieht, sollte vorher mit dem Jobcenter oder der Agentur für Arbeit sprechen.
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Grenzen
Der Generator ist für die ordentliche Kündigung durch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland gedacht. Er bildet keine fristlose Kündigung, keinen Aufhebungsvertrag, keine Ausbildung nach der Probezeit und keine Kündigung durch den Arbeitgeber ab. Ob eine Probezeit vereinbart ist oder ein Tarifvertrag gilt, müssen Sie selbst im Vertrag nachsehen. Der Text wurde nicht anwaltlich geprüft und ersetzt keine Rechtsberatung.
Mehr im Ratgeber
- Kündigungsfrist als ArbeitnehmerGesetzliche Frist, Zählung nach §§ 187, 188 BGB, längere Fristen aus dem Vertrag.
- Kündigung zustellenSchriftform nach § 623 BGB, Zugang nach § 130 BGB, Bote, Einwurf-Einschreiben, Empfangsbestätigung.
- Kündigung in der ProbezeitZwei Wochen Frist nach § 622 Abs. 3 BGB, Zugang vor dem Ende der Probezeit.
- Nach der KündigungMeldepflicht nach § 38 SGB III, Sperrzeit nach § 159 SGB III, Zeugnis, Resturlaub.